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Das Bundesversicherungsamt als zuständige Aufsichtsbehörde schließt innerhalb eines Jahres eine weitere Krankenkasse. Nach der City BKK ist nun auch die BKK für Heilberufe zum 31.12.2011 betroffen.
Mitglieder der BKK Heilberufe sollten sich umgehend um eine neue Krankenkasse bemühen. Sämtliche gesetzlichen Krankenkassen sind unabhängig vom Gesundheitszustand oder Alter des Betroffenen verpflichtet, die Mitglieder der BKK Gesundheit aufzunehmen. Ob es tatsächlich zu keinen weiteren Versuchen einzelner Krankenkassen kommen wird, Betroffene mit schlechtem Gesundheitszustand oder hohem Alter abzuwimmeln, bleibt abzuwarten.


Hingegen will die DAK den Zusatzbeitrag i. H. v. 8,00 EUR nach Spiegelangaben pro Monat zum April 2012 wieder abschaffen.
Auf den ersten Blick verwundert diese Tatsache, ist doch allgemein von den steigenden Kosten im Gesundheitswesen und der schlechten wirtschaftlichen Lage der gesetzlichen Krankenkassen die Rede. Aber hat die DAK oder auch eine andere gesetzliche Krankenkasse durch den Zusatzbeitrag tatsächlich Finanzlöcher stopfen können?
Ganz im Gegenteil ist davon auszugehen, dass Zusatzbeiträge viele Versicherte sogar dazu veranlassten, die Krankenkasse zu wechseln. Der größte Teil des Zusatzbeitrages fiel außerdem der Kontrolle des Zahlungseingangs zum Opfer. Die Flucht der Mitglieder hatte außerdem zur Folge, dass weniger Mitarbeiter gebraucht wurden, diese aber aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften natürlich nicht sofort entlassen werden konnten.
Im August 2011 stellte das Sozialgericht Berlin außerdem fest, dass der Zusatzbeitrag durch die DAK nicht wirksam erhoben worden ist, da die Mitglieder nicht in ausreichender Form auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen worden sind.